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Meditation
Gemeinsam im Kreis, in bewegungsloser, aufrechter Haltung, mit geschlossenen Augen. In dieser gemeinsamen Stille, Abstand zur Betriebsamkeit von Außen, entsteht nach und nach eine Verbundenheit. Ein Energiefeld, in dem jeder einzelne von uns mehr und mehr zur Ruhe kommt. Sich immer mehr in sich selbst vertiefen kann. Zunächst begegnen wir unseren Gedanken, unserer inneren Stimme, inneren Bildern, doch das Ziel ist, auch diese Betriebsamkeit zu beruhigen. Auch den Gedanken an unseren Körper, der immer wieder mit Kleinigkeiten versucht, unsere Aufmerksamkeit zu erlangen - etwa mit Juckreiz unterm Fuß, Kratzen im Hals oder auch Wohligkeit oder.....- versuchen wir nach und nach die Wichtigkeit zu nehmen, um uns auf dem Weg in unsere innere Tiefe nicht ablenken zu lassen.

Die innere Stimme, Gedanken und Vorstellungen, die eigenständig und unaufgefordert immer wieder auftauchen wollen, schweigen zu lassen, ziehen zu lassen. Uns nicht verführen zu lassen, uns damit zu beschäftigen, erfordert ständige Wachsamkeit und Konzentration.

Vielleicht ist damit erklärbar, dass der Begriff “Meditation” wörtlich übersetzt “das Nachdenken” heisst, obwohl es hierbei ja gerade darum geht, die Gedanken ruhen zu lassen.

Wenn es uns gelingt, auf diese Weise für kurze Augenblicke zu unserer inneren “Bewegungs-losigkeit” zu gelangen, öffnet sich ein Raum des Nichts, der Unendlichkeit, in dem Zeit und Grenzen nicht mehr fassbar sind.


Getragen von der gemeinsamen Meditationsenergie, beginnen wir zu erahnen, dass dieser Raum “Sein” ist, dass wir, jeder Einzelne, mehr sind als all unserBesitz, unsere Aktivitäten und Leistungen, unsere Vorstellungen und Beweise - eine Wiederbegegnung mit unserem innneren Kern!

Wenn unsere bekannte Welt für eine Weile versinkt, können wir einen Geschmack davon bekommen, welche essentielle Kraft in uns entsteht, die uns uns selbst näher bringt und gleichzeitig mit allem verbindet. Es klingt zunächst widersprüchlich: - Konzentration ohne Gedanken - Bewegungslosigkeit, um in einen weiten Raum zu gelangen - Auflösung von Grenzen, um zu mir selbst zu finden - Vertiefung in mich selbst und daher Verbundenheit mit den anderen. Und in dem Augenblick, in dem wir bewusst wahrnehmen, dass wir für eine Weile alle Hindernisse überwunden, alle Gedanken und Stimmen ausgeschaltet haben und in diesen unbekannten weiten Raum getreten sind, setzen auch schon wieder unsere Gedanken ein, wollen begreifen, erklären, analysieren...... ....ein zarter Hauch von “universeller Wirklichkeit” ausserhalb unserer gegenständlichen Welt, der sich nicht festhalten lassen will, für den es sich aber immer wieder lohnt, sich gemeinsam in den Kreis zu setzen, in bewegungsloser aufrechter Haltung, mit geschlossenen Augen.