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Beschreibung des Projekts

Das Projekt befasst sich mit Heilen, wie es im Amazonasbecken im Rahmen der traditionellen Medizin seit Jahrhunderten durch mündliche Überlieferung und Anleitung von Heiler zu Heiler, die sich selbst als Curanderos bezeichnen, weitergegeben wird.

Die Initiatoren des Projekts, Elke Kind und Francisco Acha, reisten zum ersten Mal vor vier Jahren in das Gebiet von Iquitos. Sie waren auf der Suche nach Schamanen, um von ihnen zu lernen. Daraus sind inzwischen fünf Reisen von jeweils drei bis vier Monaten geworden, und jedes Jahr kommt eine weitere Reise dazu.

Es hat sich ein stabiler Kontakt und eine Freundschaft zu den Schamanen Don Rocky und Don Doroteo und zu Don Cesar entwickelt. Durch diese Kontakte ist die Idee für ein Projekt entstanden, bei dem es darum geht, eine "lebende Apotheke", ein "schamanisches Hospital" und eine "Schule für Schamanismus" zu schaffen.

Es wurde ein 23 ha großes erweiterbares Land gekauft, ein Haupthaus ist errichtet, 1000 ausgewählte Bäume und 200 Ayahuascapflanzen, die Meisterpflanzen der Schamanen, wurden gesetzt. Für die Kultivierung, die Pflege und den Schutz der Heilpflanzen ist Don Cesar verantwortlich. Während des Aufenthaltes von Elke und Francisco fanden unter Führung der Schamanen mehrwöchige Diäten und ca. 100 Ayahuascarituale statt. Für die beiden ist es absolut essentiell, sich der Welt der Schamanen, die sie schützen wollen, auch selber zu stellen und für die angestrebte Zusammenarbeit von Peruanern und Europäern auf dem Gebiet des Heilens nach und nach einen Boden des gegenseitigen Verstehens entstehen zu lassen. Um die bisherige Arbeit zu dokumentieren und interessierten Europäern die Möglichkeit zu geben, ein Gefühl für das Heilungspotenzial des amazonischen Curanderismus und die Welt dieser Heiler zu entwickeln, wurden während dieser Aufenthalte drei Filme produziert, die auf dieser Webseite vorgestellt werden und käuflich erworben werden können.

Aus ihrer geistigen Verbindung zur Natur schöpfend, hat der Schamanismus der Ayahuasqueros - das sind Schamanen, die mit den Kräften der Ayahuasca-Pflanze arbeiten - das Potenzial, Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Arthritis zu heilen. Aus historisch-kulturellen Gründen ist dieses Heilungspotenzial nicht nach westlich-wissenschaftlichen Maßstäben dokumentiert. Es kommt hinzu, dass dieses Potenzial von den individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schamanen abhängt.

Deshalb haben die Organisatoren Kontakte zu Ärzten in Peru geknüpft, die bereit sind, Heilungsverläufe nach den Maßstäben der ärztlichen Diagnose zu dokumentieren. Die Projektidee besteht darin, kranken Peruanern durch finanzielle Unterstützung aus dem Westen die Chance zu geben, eine Heilbehandlung etwa im Rahmen einer vierwöchigen Diät durch die Schamanen und die Untersuchungen durch die Ärzte zu erhalten. Berücksichtigt man, dass der Durchschnittsverdienst in Peru auf dem Land 2,50 Euro pro Tag beträgt, wären solche Behandlungen nach westlichen Maßstäben mit geringen Beträgen zu finanzieren. Mit für europäische Verhältnisse lächerlichem finanziellem Einsatz könnten Wunder ermöglicht werden. Liegen gesicherte Daten zu Heilungschancen bei bestimmten Krankheiten vor, sind die Voraussetzungen gegeben, dass auch kranke Menschen aus Europa behandelt werden können.

Es ist aber ebenso möglich, in die Infrastruktur des Platzes zu investieren, damit dort ein lebendiger Ort der Ruhe, Heilung und des Forschens für kranke oder wissbegierige Menschen aus Peru und Europa entstehen kann.



Hier können Sie eine ausführliche Projektbeschreibung herunterladen.